| Französisch |
1. Gründe für die Wahl von Französisch als Fremdsprache Die französische Sprache bietet einen Zugang zur Geschichte, Gesellschaft und Kultur der gesamten frankophonen Welt (insgesamt 55 Staaten) wie z.B. Frankreich, Belgien, die frz. Schweiz, Luxemburg, Québec/ Kanada und viele Länder Afrikas.
In der EU rangiert Französisch nach Englisch und Deutsch auf Platz 3 der zur Verständigung verwendeten Sprachen (von insgesamt 21).
Circa 72 Mio. Menschen sprechen Französisch als Muttersprache, circa 180 Mio. Menschen weltweit haben Französisch als Fremdsprache gelernt.
Am EvB gibt es zurzeit ab dem 3. Lernjahr verschiedene Möglichkeiten, während der Schulzeit oder in den Ferien an Begegnungsprogrammen (im Einzel- oder im Gruppenaustausch) im französischsprachigen Ausland (Frankreich, frz. Schweiz) teilzunehmen. (Details siehe Punkt 6).
Wortschatz: 36% der Vokabeln aus dem 1. Lernjahr sind aus dem Deutschen ableitbar, 16% aus der 1. Fremdsprache Englisch, 10% lassen sich aus Wortfamilien herleiten. Viele Worte aus dem Wortfeld „Essen und Trinken“ sind aus dem Alltag bekannt. Das ersetzt zwar nicht das Lernen der Vokabeln, erleichtert es aber sehr.
Aussprache: Da Wort und Schrift im Französischen sehr unterschiedlich sind, stellt dies für manche Schüler zu Beginn des 1. Lernjahres eine Schwierigkeit dar. Da aber im Anfangsunterricht besonderer Wert auf die Ausspracheschulung gelegt wird, ist diese Hürde bei den meisten Schülern bald überwunden und die Freude am schönen Klang der neuen Fremdsprache überwiegt. Grammatik: Die Vermittlung der Grammatik erfolgt situativ und kontrastiv zur deutschen und englischen Grammatik, was oft zu einer Vertiefung und Festigung der Kenntnisse auch in den bereits bekannten Sprachen führt. Hierbei wird Wert darauf gelegt, sichangemessen in der Fremdsprache verständigen zu können. Die Behandlung grammatikalischer Themen hat in etwa denselben Stellenwert wie beim Erwerb der 1. Fremdsprache. Wer die deutsche Grammatik gut beherrscht, wird beim Erlernen der französischen Grammatik keine unüberwindbaren Schwierigkeiten zu erwarten haben.
Sollte ein Schullaufbahnwechsel erforderlich sein, ist es möglich, Französisch im Wahlpflichtbereich auch in der Regional- bzw. Gemeinschaftsschule weiter zu belegen und die bereits erworbenen Kenntnisse weiter auszubauen. Französisch ist eine Brückensprache zu anderen romanischen Sprachen Ab der 9. Klasse (G 9) bzw. ab der 8. Klasse (G 8) kann eine dritte Fremdsprache freiwillig als zusätzliches Hauptfach belegt werden. Wer Französisch als 2. Fremdsprache gelernt hat, kann zum Beispiel Spanisch als 3. Fremdsprache wählen.
Gute Grundkenntnisse in Wortschatz und Grammatik der 2. Fremdsprache Französisch verhelfen zu einem beschleunigten Spracherwerb im Intensivkurs der 3. Fremdsprache Spanisch, da beide Sprachen zu einer „Sprachenfamilie“ gehören und daher Ähnlichkeiten aufweisen.
Die Kenntnis von mindestens zwei lebenden Sprachen wird im Rahmen der europäischen Sprachenpolitik angestrebt. Im Rahmen der schulischen Ausbildung sollten Schüler daher möglichst viele gesicherte Kenntnisse in mehreren lebenden Fremdsprachen erwerben.
Durch die Angleichung der Bildungsabschlüsse im Rahmen Europas wird es zunehmend einfacher, die Ausbildung, Praktika oder das Studium im Ausland zu absolvieren. Gute Französischkenntnisse können dabei die Chancen verbessern.
In der 6. Klasse wird Französisch alternativ zu Latein als 2. Fremdsprache angeboten und dann in der Regel bis Ende der Sekundarstufe 1 weitergeführt.
In der 9. Klasse bzw. 8. Klasse wird Französisch alternativ zu Latein und Spanisch als freiwilliges zusätzliches Hauptfach angeboten.
Die Belegung der 3. Fremdsprache ist für mindestens 1 Schuljahr verpflichtend und verlängert sich automatisch um ein weiteres Schuljahr, wenn nicht zum Schuljahresende ein schriftlicher Antrag auf Entlassung aus der Lerngruppe vorliegt. Der Lehrgang ist auf 3 Jahre bis zum Ende von Klasse 11 bzw. 10 angelegt. Seine Einrichtung und Fortsetzung ist von den Schülerzahlen abhängig. Eine Belegung ist nur (vor allem im sprachlichen Bereich) leistungsstarken Schülern zu empfehlen, da der Arbeitsaufwand für den Intensivkurs nicht unerheblich ist. Beachten Sie in diesem Zusammenhang bitte auch die Empfehlungen der Schule im 2. Halbjahr von Klasse 8 (G 9) bzw. bald in Klasse 7 (G 8)! Anmerkung: In den letzten Schuljahren kamen nur Lerngruppen für Spanisch als 3. Fremdsprache zustande, wenn Sie also möchten, dass Ihr Kind Französisch lernt, sollte es damit in Klasse 6 beginnen.
Hinweis: Wer das sprachliche Profil in der Oberstufe anstrebt, hat mit Spanisch 3. Fremdsprache folgende 2 Möglichkeiten:
1. er/sie belegt Spanisch ab Klasse 9 (G9) bzw. Klasse 8 (G8) durchgehend und hat die Möglichkeit, es als Kernfach zu belegen, falls die Teilnehmerzahl im Jahrgang ausreicht (Durchschnittsgröße der Kurse in der Oberstufe z. Zt. 22 Schüler);
2. er/sie belegt Spanisch ab Klasse 11 (G9) bzw. Klasse 10 (G8) neu durchgehend bis zum Abitur mit einer zusätzlichen Wochenstunde, kann jedoch keine Kernfachprüfung darin ablegen.
Wenn sich genügend Interessenten finden, kann theoretisch auch eine Lerngruppe für Französisch neu beginnend ab Klasse 10 bzw. 11 eingerichtet werden, die bis zum Abitur geführt wird.
Die Praxis an unserer Schule zeigt jedoch, dass dies in der Regel nicht der Fall ist und stattdessen eine Lerngruppe für Spanisch als neu beginnende 3. oder 4. Fremdsprache eingerichtet wird.
Ab dem Schuljahr 2006/07 ist in den 7. Klassen das Lehrwerk À plus! aus dem Cornelsen Verlag eingeführt worden und wurde mit diesem Jahrgang weiter aufgebaut. Das moderne Lehrwerk schult in alters- und zeitgemäßer Weise die 4 Kompetenzen des Hörens, Lesens, Sprechens und Schreibens. Das Einrichten eines Portfolios richtet zudem die Aufmerksamkeit schon frühzeitig auf die Reflexion über den eigenen Kenntnisstand. Nähere Information zu diesem Lehrwerk finden Sie auf der Homepage des Verlags.
Dieses Lehrwerk wird auch im Schuljahr 2011/12 für die Klassenstufe 6 mit Französisch als neu einsetzender 2. Fremdsprache eingesetzt. Neben den Lehrbüchern kommen aber auch andere Materialien wie Lieder, Gedichte, Filme, Prospekte, Internetdokumente, kleine Lektüren usw. zum Einsatz.
Ab der 11. Klasse (G9) bzw. der 10. Klasse (G8) wird der Unterricht mit lehrwerkunabhängigen Materialien, Internetrecherchen und Lektüre ergänzt. Die Kurse der Sekundarstufe II sind gemäß den Lehrplanvorgaben thematisch ausgerichtet, die Zusammenstellung der Materialien erfolgt in Dossier-Form. Für das Zentralabitur 2012 sind 2 Themenbereiche durch das Ministerium für Bildung und Frauen vorgegeben: 1. Paris – ville aux multiples visages, 2. Cultures en Méditerranée. Für das Zentralabitur 2013 sind es die Themen 1. Cultures en Méditerranée und A la recherche du bonheur.
In allen Klassenstufen wird angestrebt, den Unterricht lernzielorientiert und mit verschiedenen Arbeits- und Sozialformen zu gestalten. Besondere Schwerpunkte liegen auf schüleraktivierenden Methoden und kooperativen Unterrichtsformen, um die Lernenden dazu anzuregen, ihren Lernprozess aktiv und zunehmend selbstständig mitzugestalten. Lernstrategien und Arbeitstechniken werden daher auch in diesem Fach thematisiert und trainiert.
In der Regel findet der Fremdsprachenunterricht in klassenübergreifenden Kopplungsgruppen statt.
5. Wettbewerbe Französisch ist eine der Fremdsprachen des jährlich ausgeschriebenen bundesweiten Fremdsprachenwettbewerbs, an dem unsere Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Wettbewerbsarten teilnehmen können.
Nähere Informationen dazu sind im Internet zu finden unter www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de. Über die Teilnahmemöglichkeiten informieren die Fremdsprachenlehrkräfte, sobald das Infomaterial an die Schulen verschickt wurde. 6. Kontakte ins Ausland Die Möglichkeiten, während der Schulzeit an einem Begegnungsprogramm mit dem frankophonen Ausland teilzunehmen, sind vielfältig:
Durch die seit 2005 geknüpfte Schulpartnerschaft mit dem Lycée Sainte Thérèse in Rambouillet können jährlich maximal 25 Schülerinnen und Schüler aus den 9. Klassen an einem Schüleraustauschprogramm teilnehmen (Bericht siehe Archiv), parallel zum Türkeiaustausch. Die Schülerinnen und Schüler der jetzigen 9. bis 11. Klassen können sich jedoch auch für die durch das Ministerium ausgeschriebenen Einzelaustauschprogramme bewerben. So z.B.
2. Das Brigitte Sauzay Programm, umfasst einen 3-monatigen Aufenthalt in Frankreich (Pays de la Loire). Voraussetzung für eine Teilnahme sind mindestens 2 Jahre Französisch. Das Programm sieht die gegenseitige 3monatige Unterbringung in Gastfamilien vor sowie den Schulbesuch im Ausland.
Weitere Informationen unter: 3. Das Voltaire-Programm sieht für 6 Monate einen Aufenthalt in Frankreich vor und ist ausschließlich für Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen bestimmt. Die gegenseitige Unterbringung in der Gastfamilie und der Schulbesuch im Ausland sind Bestandteil der Programmvereinbarungen. Das Deutsch-Französische Jugendwerk bezuschusst dies Programm mit 250 Euro pro Teilnehmer. Weitere Informationen unter: www.kmk-pad.org/index.php?id=35
www.fplusd.de (siehe z.B. Französisch lernen oder Austausch und Begegnung oder Schule und Studium oder den Link Raus-von-zu-Haus des Internationalen Jugendaustausch- und Besucherdienstes usw.)
Im Rahmen der Fremdsprachenwahlen kam - wie seit mehreren Jahren üblich - am 10. Mai 2011 wieder das France Mobil an das EvB. Bei diesen Besuchen vermitteln junge Muttersprachler den Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen spielerisch in einer Schnupperstunde erste Eindrücke der französischen Sprache und Kultur.
Auch in diesem Jahr fand der Austausch mit unsere Partnerschule Lycée Sainte-Thérèse in Rambouillet wie geplant statt. Vom 23. bis 30.5.2011 besuchten unsere Schüler begleitet von Frau Hüniken und Frau Kahlert ihre Austauschpartner.
Fazit: Französisch ist eine Begegnungssprache – nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten! :-)
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